Von Barcelona nach Madrid mit dem Zug Meine Reise im AVE Hochgeschwindigkeitszug in Spanien

Der AVE bereit zur Abfahrt in Barcelona

hier scrollen

Die Buchstaben A, V und E stehen für Alta Velocidad Espanol – der Name des spanischen Hochgeschwindigkeitszuges. Er verbindet größere Städte wie z. B. Sevilla, Madrid und Barcelona. Über die Fahrt von Barcelona nach Madrid möchte ich in diesem Blog berichten.

Die Strecke Barcelona-Madrid ist die wichtigste Spaniens. Sie wird ausschließlich mit den AVE-Hochgeschwindkeitszügen befahren und hat eine Länge von 600 km. Fahrzeiten variieren von 2h 30min bis 3h 10min – je nachdem, wie oft der Zug hält. Mögliche Zwischenhalte sind Tarragona, Lleida, Zaragoza und Guadalajara-Yebes. Tickets lassen sich einfach über Trainline, ACP Rail oder die Renfe buchen. Ich empfehle wegen der Begehrtheit und der Preise ein frühzeitiges Buchen.

 

Fahrplan der Strecke Barcelona-Madrid

Die Frequenz auf der wichtigsten Strecke Spaniens wird mit mehr als einem Zug pro Stunde entsprechend hoch gehalten – Fahrpläne sind jedoch von Tag zu Tag unterschiedlich. Ihr könnt die Verbindungen für den gewünschten Tag jederzeit bei plan.rail.cc nachsehen. Man beachte, dass zwischen 23 und 6 Uhr keine Züge fahren. Der Nachtzug zwischen beiden Städten wurde ebenfalls eingestellt.

 

Vor der Fahrt

Die AVE-Züge fahren vom Bahnhof Barcelona-Sants ab. Er liegt nicht ganz zentral in Barcelona, kann aber trotzdem zu Fuß erreicht werden. Er hat ebenso Anschluss zur Metro-Linie L3, man muss bis zur Haltestelle “Sants Estacio” fahren.

Ich empfehle, ungefähr eine halbe Stunde vor Abfahrt am Bahnhof zu sein. Bevor man zum Bahnsteig kommt, muss man noch Gepäckkontrollen passieren, das Ticket wird ebenfalls vor der Abfahrt noch einmal kontrolliert. Erst dann erhält man Zugang zum Zug.

 

Die Zugfahrt von Barcelona nach Madrid: 600 km in 2 Stunden und 30 Minuten

Für meine Fahrt habe ich mir die schnellste Verbindung “Directo Madrid” ausgesucht.
Mein Zug fährt 18.25 ab, auch der Bahnsteig stand schon lange vor der Abfahrt fest.

Abfahrt in Barcelona mit dem AVE der Renfe in Richtung Madrid
Abfahrt in Barcelona mit dem AVE der Renfe in Richtung Madrid

Nachdem man die Gepäckkontrolle passiert hat, gelangt man in den Wartebereich. Dort gibt es sowohl Essensmöglichkeiten, als auch ein kostenloses WC und natürlich Sitzplätze.
Etwa 20 Minuten vor der Abfahrt öffnet dann die Ticketkontrolle. Danach fährt man die Rolltreppe zum Bahnsteig hinab und kann in den Zug einsteigen. Er verfügt über ausreichend Platz für Gepäck, sowie einen Speisewagen.

Große Gepäckablagen sind vorhanden.

Gepäckablage im AVE Renfe Zug
Gepäckablage im AVE Renfe Zug

Der Speisewagen ist zu Beginn der Fahrt noch relativ leer.

Der AVE Renfe Speisewagen
Der AVE Renfe Speisewagen

Pünktlich um 18.25 startet der Zug durch den langen Tunnel unter der Stadt Barcelona. Dann folgt die Beschleunigung bis auf 298 km/h. Die Geschwindigkeit hält er fast ohne Unterbrechungen konstant.

AVE Hochgeschwindigkeitszug in Spanien
AVE Hochgeschwindigkeitszug in Spanien

Im Zug gibt es zwei Klassen. Die erste Klasse mit drei Sitzen in einer Reihe und die zweite Klasse mit vier Sitzen in einer Reihe. Daneben existiert noch die zweite Klasse “Turist-Plus”, eine ehemalige erste Klasse mit ebenfalls nur drei Sitzen.

Während der Fahrt bekommt man ein Paar Kopfhörer geschenkt und kann sich einen Film anschauen, die Aussicht ist wenig spannend.
Ich statte aber dem nun gut gefüllten Speisewagen einen Besuch ab. Man kann aus einer Reihe kalter und warmer Getränke sowie aus einer großen Auswahl Sandwiches und Snacks auswählen. Ich genehmige mir zum frühen Abend ein Muffin und einen Tee für 4,30 Euro.

Dann ist die Fahrt auch schon fast zu Ende. Die letzten Minuten geht es Madrid-Puerta de Atocha mit geringer Geschwindigkeit entgegen, ich habe Zeit, den Sonnenuntergang zu bewundern, während auf der anderen Seite AVE-Züge in ihrer vollen Pracht parken.

Genau pünktlich, so wie immer, kommen wir um 20.55 in Madrid an. Ich mache mich sofort auf den Weg nach Madrid-Chamartin (Blog zum Bahnhofswechsel), wo der Nachtzug nach Lissabon weiterfährt.

Für Fahrpläne und Zugticketpreise, schaue einfach auf die Seiten von Trainline, ACP Rail oder der Renfe.

 

Fazit

Ich war mit der Fahrt im AVE sehr zufrieden. Auch wenn er nicht über 300 km/h beschleunigt, ist er auf der Distanz dem deutschen ICE doch um einiges voraus. Zum Vergleich: die Strecke Berlin-München ist etwa genauso lang, man benötigt aber 3h 55min.

Durch das etwas umständliche Einchecken geht allerdings ein bisschen der Reiz am Bahnfahren verloren. Wer auch diese Strecke fahren möchte, dem würde ich allerdings raten, eine der geringfügig langsameren Verbindungen über z. B. Saragossa zu nehmen. Die höhere Fahrzeit schadet kaum und die Preise können deutlich besser sein. Wie meine Fahrt durch Iberien weitergeht, könnt ihr in meinen Blogs Bahnhofswechsel in Madrid und Nachtzug nach Lissabon lesen.

Für Fragen schreibt einfach in unserem freundliche rail.cc Forum.

Hi, I´m Tobi. I love it to travel Europe by train.

2 Comments

Submit a comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *